Das IV-Dialogforum

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Sonja m.

14. Januar 2018

Wie soll die frage einer gut gelebten inklusion erfolgen?.

Unsere Antwort

Wir stellen uns eine Schule mit inklusivem Ansatz vor. Das heißt: Die Rahmenbedingungen sind so gestaltet, dass sie

für alle Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen offen ist. Dies gilt für Kinder mit Behinderungen

oder sonderpädagogischem Förderbedarf ebenso wie für hochbegabte Kinder. Anzustreben ist jedenfalls eine

ausgewogene soziale und kulturelle Durchmischung der Kinder.

Vera E.

13. Dezember 2017

Thema Pflichtschule: leider sieht es sowohl im Elementarbildungsbereich wie auch allgemein im Pflichtschulbereich allzu chaotisch aus! Als Mutter von 3Kindern erlebte ich in 2 Bundesländern schier unglaubliche Uneinheitlichkeit und das sowohl in privat/öffentlich-rechtlichen wie auch in öffentlichen Schulen….

Unsere Antwort

Das hast Du leider Recht. Es gibt z.B. noch immer keine einheitlichen Rahmenbedingungen für Krippen und Kindergärten in Österreich. Also 9 mal unterschiedliche Bezahlung, Standards, Gruppengrößen etc. Dann: das Problem mit den Schulsprengeln und, dass der Schulbesuch über Bundesländer-Grenzen hinweg praktisch nicht möglich ist. Weiters: die ungleiche Finanzierung von Privatschulen, je nachdem ob die Träger kirchlichen Charakter haben oder nicht. All diese „Uneinheitlichkeiten“ thematisieren wir laufend und haben die Hoffnung, dass sich durch das neue Regierungsprogramm doch einiges bewegen könnte.

Di.

8. Dezember 2017

Wie soll das gehen wenn nur noch Reiche Ihre Kinder mit Geld durchboxen.Mit der kommende Regierung wurde der Weg wieder frei gemacht für weiter so. Soll ja nur die von Reichen weiter kommen keiner von unten . Geschlossene Gruppe und die Industrie schaut zu aus eigen Interesse , Sind ja Ihre Kinder die hoch kommen so

Unsere Antwort

Wir sind daran interessiert, dass ALLE Kinder in Österreich eine gute Bildung bekommen; dass alle Kinder, wenn sie die Pflichtschule verlassen, die Grundkompetenzne beherrschen und dass sie die für sie richtige Ausbildungswahl treffen (können). Damit haben sie in der Berufswelt eine Chance. Alles andere wäre nicht nur gesellschaftspolitisch fatal, sondern auch gegen die Interessen der heimischen Unternehmen: denn diese sind letztendlich auf gut (aus)gebildete Fachkräfte und Mitarbeiter angewiesen, um Arbeitsplätze in diesem Land zu halten und zu sichern. Mit „reich“ oder „arm“ hat das überhaupt nichts zu tun.

Josef S.

28. November 2017

Bessere Lehrerausbildung, längere Praktika für Lehrer, zukunftsorientierte Fächer und Leistungsgruppen zurück um bessere zu fördern

Unsere Antwort

Lieber Josef! Hier können wir dir beipflichten: Es braucht Pädagoginnen und Pädagogen, die über entsprechende pädagogische, fachliche und didaktische Kompetenzen verfügen. Darüber hinaus sollte es fachspezifische Aus- und Weiterbildungen von Lehrpersonen geben.

Josef G.

29. November 2017

Wie sieht ihre Reform der Berufsschule aus? Was passt ihrer Meinung nicht am jetzigen Berufsschulsystem?

Unsere Antwort

Aus unserer Sicht ist gerade die Kooperation zwischen den beiden Lernorten Unternehmen und Berufsschulen entscheidend. Diese Kooperation soll strukturell gestärkt und auf ein verbindliches Fundament gestellt werden, in der Praxis findet sie zu oft nur punktuell und auf Basis von Einzelinitiativen statt. Darüber hinaus ist die Ausbildung zur Berufsschulpädagogin, zum Berufsschulpädagogen weiter attraktiv zu gestalten, zumal diese oftmals wertvolle Quereinsteiger aus der Praxis in das Schulsystem sind. In dem IV-Konzept zur Spezialisierungsphase sehen wir eine langfristige Reorganisation und Aufwertung der Berufsschulen vor. Lehrlinge sollen ihr 9. Schuljahr bereits an der dann ganzjährig geführten Berufsschule mit Eingangsphasen für jeweils eine Gruppe von Lehrberufen als Einstieg in die Lehrlingsausbildung verbringen.

Renate S.

4. Dezember 2017

Meine Söhne haben eine Legasthenie. Ein Sohn besucht die HTL , eine Berücksichtigung, bzw. ausgebildete Lehrer wären SUPER.

Unsere Antwort

Ja, es braucht Pädagoginnen und Pädagogen, die über entsprechende pädagogische, fachliche und didaktische Kompetenzen verfügen. Darüber hinaus sollte eine verpflichtende fachspezifische Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen Standard sein.

G. M.

1. Dezember 2017

Privatschulen sollen zurückgedrängt werden. Eine maximale Schüleranzahl von 16 Schülern ist in den öffentlichen Schulen einzuführen. Ich hatte das Glück selber 2 Jahre in so eine Klasse zu gehen. (Oberstufe) Es war der besteZeil meiner Schulzeit.

Unsere Antwort

Das sehen wir differenzierter – ein Zurückdrängen der Privatschulen löst keine Probleme. Aus unserer Sicht bräuchte es hingegen ein Trägermodell mit fairer Finanzierung für ALLE Schulen und damit eine Auflösung der Systematik öffentliche Schule oder Privatschule. Sprich: Jede Schule sollte einen Schulträger haben. Jede Gebietskörperschaft (Länder und Gemeinden) sowie Organisationen und Einzelpersonen können Schulträger sein. Sie agieren dabei aber nicht hoheitlich. Und: es gibt ein verpflichtendes Akkreditierungsverfahren für Schulträger. Nur akkreditierte Schulträger werden öffentlich finanziert. Für die einzelnen Schulstandorte gäbe es eine formelbasierte (Pro-Kopf-)Finanzierung und zusätzliche, anhand bestimmter Indikatoren definierte Ressourcen.

Michaela D.

27. November 2017

Pädagogik Lehrer Ausbildung a d Pädagogischen Hochschule Wien.Ich will meine Lehrerausbildung die ich 1 Jahr dort studierte fertig machen nach 2 Jahren Pause heisst es, es geht nicht mehr im alten System dass man die 2 Jahre fertig machen kann und man müsse alles von vorne beginnen da es jetzt 4-5 Jahre dauert.Benachte

Unsere Antwort

Liebe Michaela! Vielen Dank für deine Nachricht. Hier sind wir leider keine Experten und würden dich bitten, dich an deine Studieneinrichtung zu wenden. Wir freuen uns über weitere Fragen von dir.

Er.

23. November 2017

Warum wird nicht endlich bei behinderten Kindern (Kinder mit Sonderpädagogischem Förderbedarf) der Sparkurs beendet und die fatale Deckelung der Rexxourcen bei 2,7% aufgehoben und Ressourcen nach Bedarf zugestanden??

Unsere Antwort

Lieber Erich! Vielen Dank für deinen Beitrag. Die IV setzt sich für die Inklusion und Integration von Schülerinnen und Schülern ein. Wir wünschen uns grundsätzlich eine schnellstmögliche Integration in Österreich – gerade in den Bildungsweg und in den Arbeitsmarkt. Die IV hat z.B. gemeinsam mit Sozialministerium und Wirtschaftskammer eine Initiative in die Welt gesetzt, die zur Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung motivieren soll. Insbesondere wurden hier Wege dazu aufgezeigt, da diesbezüglich nach wie vor Barrieren und Vorurteile bestehen. Wir glauben auch, dass hier noch mehr getan werden muss!

Häufige Fragen zur Bildung

Unser Standpunkt

Unsere Industrie setzt sich für eine Reform des Bildungssystems ein, damit unsere Kinder ihre Zukunft gut meistern können und unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von morgen bestmöglich ausgebildet sind.

Die Bildungsausgaben kommen derzeit nicht ausreichend im Klassenzimmer und in den Hörsälen an – viel zu viel Geld landet in der Verwaltung. Trotz hohen Investitionen, schneiden unsere Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich ab.

Wir fordern mehr Breite und mehr Spitze in unserem Bildungssystem. Denn trotz richtiger, punktueller bildungspolitischer Maßnahmen und der Leistung vieler Pädagoginnen und Pädagogen wird das Bildungssystem – gerade in der Pflichtschulzeit –  den Zielen von Bildung für das 21. Jahrhundert nicht ausreichend gerecht. Daher tritt die Industriellenvereinigung für eine in sich differenzierte, gemeinsame, NEUE Schule für alle Kinder vom ersten Schultag bis zum Ende einer neuen Bildungspflicht ein. Im Regelfall dauert die neue Schule von 6-14 Jahren. Außerdem fordern wir eine neue Art der Bildungspflicht: Diese wird nicht durch Zeitablauf erfüllt, sondern durch das Erreichen einer Grundbildung – einem für die weiteren (Aus-)Bildungswege anschlussfähiges Wissens- und Kompetenzniveau.

Sie wollen noch mehr erfahren zum Thema Bildung? Dann werfen Sie einen Blick auf die häufig gestellten Fragen, oder stellen Sie jetzt Ihre eigenen!

Wohin fließt das ganze Geld für die Bildung?

Nicht dorthin, wo es etwas bewirkt. Die Bildungsausgaben kommen nicht ausreichend im Klassenzimmer an – viel zu viel Geld landet in der Verwaltung.

Trotz hohen Investitionen, schneiden unsere Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich ab.

Warum schneiden wir bei der Pisa-Studie so schlecht ab?

Weil es uns in der Grundbildung an Qualität fehlt. Die Qualität der Bildung für die 6- bis 15jährigen muss besser werden.

Das gilt für Lesen, Schreiben, Rechnen, aber auch für digitale Grundkompetenzen.

Hat meine Lehr-Ausbildung überhaupt noch eine Zukunft?

Sicher! Gut ausgebildete Fachkräfte sind immer gefragt, aber nur, wenn sie die richtige Ausbildung erhalten haben.

Darum setzt sich unsere Industrie für eine Reform der Berufsschule ein, die unsere Lehrlinge auch in Zukunft wettbewerbsfähig hält.

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