Das IV-Dialogforum

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Rudolf W.

14. November 2017

Was ist der Beitrag der IV zur Sozialpartnerschaft und zur fairen Einkommensverteilung in Österreich?

Unsere Antwort

Die IV ist rechtlich gesehen nicht Bestandteil der Sozialpartnerschaft. Dennoch versuchen wir, uns mit entsprechender Expertise zu bestimmten Themen konstruktiv einzubringen, um den Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort Österreich gemeinsam weiter zu entwickeln. Hinsichtlich Einkommensverteilung ist zu sagen, dass diese aufgrund der in Österreich massiv praktizierten staatlichen Umverteilung von oben nach unten im internationalen Vergleich sehr gleichmäßig ausgeprägt ist. Die Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Bereich sind allerdings Sache der politischen Entscheidungsträger. Als Industrie können wir nur auf die Einkommenssituation der in unserer Branche Beschäftigten Einfluss nehmen. Und da freuen wir uns sagen zu können, dass die Löhne in der Industrie durchschnittlich 9% über denen in Handel Dienstleistungen liegen – in besonders exportstarken Unternehmen sind sie sogar rund 23% höher.

Rudolf B.

12. November 2017

ÖSTERREICH ist eine Export Nation. Ist da nicht gerade der CETA Vertrag mit Canada in der vorliegenden Fassung für 95% der Export Betriebe schädlich und für die restlichen Unternehmen wie VOEST oder MAGNA ohnehin nicht notwendig?

Unsere Antwort

Wir meinen, dass der CETA-Vertrag dazu führen wird, dass der Handel zwischen Kanada und der EU und damit auch Österreich gestärkt wird, u.a. durch den Abbau von Zöllen oder und nichttarifären Handelshürden (z.B. doppelte Zertifizierungs- und Produktzulassungsverfahren). Davon können alle Unternehmen profitieren. Auch die (weitreichende) Öffnung des kanadischen Beschaffungsmarktes bietet neue Chancen für europäische Unternehmen bei der Ausschreibung und Vergabe öffentlicher Aufträge in Kanada. (Richtig ist, dass dieser Punkt für große Unternehmen, die bereits über Niederlassungen in Kanada verfügen, nicht so wichtig ist. Daher ist auch ständig geübte Konzernkritik an den Freihandelsabkommen nicht nachvollziehbar.) Das Abkommen ist aber auch sinnvoller Bestandteil einer weltweiten Handelsarchitektur, die einen fairen und internationalen Handel unter gerechten Wettbewerbsbedingungen ermöglichen soll. Deshalb ist es auch für die großen Unternehmen wichtig und sinnvoll.

Sebastian R.

7. November 2017

Was tut die Industriellenvereinigung um die Digitalisierung in Österreich voranzutreiben. Und was hält ihr von Programmieren ab der Volkschule ?

Unsere Antwort

Wir setzen uns dafür ein, dass das Thema Digitalisierung rasch vorangetrieben wird. Vor allem auch, dass die Bildung und Ausbildung auf das Thema reagiert und dementsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Vor allem die MINT-Fächer gehören gefördert. Das Thema „Programmieren ab der Volksschule“ ist differenziert zu betrachten. Eine oder mehrere Programmiersprachen zu erlernen, wäre für Volksschülerinnen und Volksschüler nicht altersgerecht. Aber die Logik des mathematischen Denkens ist beispielsweise ein wichtiges Kernelement von Programmiersprachen und der Steuerung von digitalen Systemen. Erste Ansätze davon können und sollen auch bereits in der Volksschule auf spielerische Art unterrichtet werden.

Jakob R.

2. November 2017

Wieso soll CETA mir als einfachem Angestellten etwas bringen?

Unsere Antwort

Die Öffnung der Märkte hat das Potenzial, die Preise niedrig zu halten und den Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr Auswahl zu bieten. Außerdem erleichtert es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie Fachleuten, temporär, projektbezogen oder für längere Dauer auf der anderen Seite des Atlantiks zu arbeiten, wenn sie das möchten. Dies hilft europäischen Unternehmen, ihre Geschäfte auf Kanada auszuweiten. CETA bietet außerdem einen Rechtsrahmen für Europäerinnen und Europäer sowie für Kanadierinnen und Kanadier, ihre Qualifikationen in reglementierten Berufen wie Architekten, Wirtschaftsprüfern und Ingenieuren gegenseitig anzuerkennen. Somit wird es für Fachleute leichter Dienstleistungen zu erbringen – auch ohne den Arbeitsort zu wechseln, wenn dies nicht erwünscht ist.


we.

31. Oktober 2017

Warum wird nicht der Konsum und damit die Wertschöpfung in Österreich mehr gefördert?

Unsere Antwort

Es braucht eine vernünftige Balance zwischen den einzelnen Wachstumsträgern in Österreich. Industrie und Außenhandel sind wichtige Stütze für Wertschöpfung und Wachstum in unserem Land.  Das hat unlängst auch das Wifo bestätigt – durch gute Arbeitsplätze und Löhne wird damit auch wieder der Konsum gestärkt. Auch durch Maßnahmen, wie etwa die Steuertarifsenkung im letzten Jahr, wurde der Konsum gefördert. Wichtig ist, dass eben auch die Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend gute Rahmenbedingungen vorfinden.

Be.

29. Oktober 2017

Österreich subventioniert durch Bildung, Infrastruktur und ein sehr gutes Rechtssystem indirekt die Wirtschaft. Inwieweit kann vom „fairem“ Handel gesprochen werden, wenn Österreich dann indirekt und direkt subventionierte landwirtschaftliche Produkte nach Afrika verkauft.

Unsere Antwort

Uns geht es darum, die Regeln für den Welthandel sowie internationale Standards mitzugestalten und ihre Einhaltung zu sichern. Auch gilt es, faire Wettbewerbsbedingungen durchzusetzen und Verstöße zu sanktionieren – zum Vorteil von Menschen und Unternehmen, die von einer höheren Produktvielfalt, geringeren Preisen und einer gesteigerten Produktivität auf beiden Seiten profitieren. Gut gemachter Freihandel wirkt auch gegen Armut: Laut UNO hat der verstärkte internationale Handel zu einer massiven Reduktion der weltweiten Armut geführt. Zur Frage der landwirtschaftlichen Exporte erlauben wir uns auch, auf folgende Seite der EU-Kommission hinzuweisen: http://ec.europa.eu/budget/explained/myths/myths_de.cfm

La.

28. Oktober 2017

Wozu brauchen wir die Politik in der Wirtschaft?

Unsere Antwort

Um die richtigen Entscheidungen für unseren Standort zu treffen.

Gabriela U.

27. Oktober 2017

Danke an alle Betiebe, die sich redlich darum bemühen!!!Schade, daß es so viel Bürokratie gibt!

Unsere Antwort

Vielen Dank! Sie haben Recht: Österreichs Industrie bringt für die Gesellschaft hochwertige Arbeitsplätze, Wohlstand und Fortschritt. Wie kein anderer Sektor hat es die Industrie geschafft ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken – und zwar durch Produkt- und Prozessinnovationen. Exporte und internationale Arbeitsteilung sind dabei das ökonomische Fundament Österreichs. Wir werden uns weiterhin für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen einsetzen!

Hans F.

17. Oktober 2017

Warum brauchen wir überhaupt so viele Exporte? Sollten wir nicht lieber für uns selbst produzieren?

Unsere Antwort

Exporte und somit Welthandel spielt für Wohlstand und Beschäftigung sowie den Erhalt der sozialen Standards in Österreich eine Schlüsselrolle. Mehr als die Hälfte des österreichischen BIP (53 Prozent) wird durch Exporte generiert. Österreich hat 2016 Waren im Wert von 135,6 Mrd. Euro importiert und für 131,2 Mrd. Euro exportiert. Die Beseitigung von Handelshemmnissen steigert heimische Exporte, schafft Arbeitsplätze, senkt Preise und erhöht Produktvielfalt.

Häufige Fragen zum Export

Unser Standpunkt

Mit einer Exportquote von 53 Prozent hängt in Österreich jeder zweite Arbeitsplatz an der Exportwirtschaft. Export- und Handelserleichterungen, sowie faire Handelsspielregeln sind essentiell für eine Sicherung unseres Wirtschaftswachstums und unseres Sozialsystems. Außerdem werden in vielen Branchen mehr als 80 Prozent der Waren exportiert!

Globalisierung findet statt: Ziel der österreichischen und europäischen Handelsagenda muss daher sein, die Regeln für den Welthandel und internationale Standards mitzugestalten. Andernfalls gerät Europa ins Abseits und andere Wirtschaftsräume werden die Spielregeln der Zukunft bestimmen.

Derzeit ist die EU mit einem Anteil an globalen Warenexporten von 15,2 Prozent (2015) noch eine der führenden Handelsmächte, allerdings mit sinkender Tendenz. Andere aufstrebende Wirtschaftsregionen, insbesondere China, konnten ihre Marktposition verbessern. Auch sind heimische Unternehmen zunehmend mit Wettbewerbsnachteilen durch unfaire Praktiken konfrontiert (Dumping, Protektionismus, verbotene Subventionen), denen nur durch eine aktive Handelspolitik entgegengesteuert werden kann. Darum setzt sich die Industrie für den fairen Freihandel ein.

Sie wollen noch mehr erfahren über den Export? Dann werfen Sie einen Blick auf die häufig gestellten Fragen, oder stellen Sie jetzt Ihre eigenen!

Was haben wir vom Freihandel?

Arbeitsplätze und Wohlstand. 1,7 Millionen Menschen in Österreich arbeiten in exportierenden Unternehmen.

Dabei bezahlen diese Unternehmen bis zu 23% höhere Löhne als nicht exportorientierte Unternehmen.

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