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Jun C.

2. März 2018

Ich bin bei der SPÖ und möchte wissen was uns eigentliche eine zusätzliche Vermögenssteuer kostet? <3

Unsere Antwort

Vermögensbezogene Steuern zählen zu den schädlichsten für Wachstum und Beschäftigung. Simulationen zeigen, dass eine Vermögensteuer im Ausmaß von einer Milliarde Euro, welche die Finanzierungskosten der Unternehmen im selben Ausmaß erhöht, das Wirtschaftswachstum reduziert (um 0,65 Prozent des BIP), Investitionen senkt (um 1,25 Prozent) und Arbeitsplätze vernichtet (um 0,24 Prozent) Quelle: C. Keuschnigg e.a. (2013); Zur Besteuerung von Vermögen in Österreich, IHS-Projektbericht 2013

Häufige Fragen zu Leitbetriebe

Unser Standpunkt

Ein klassischer Industriebetrieb ist ein produzierender Betrieb. Als sogenannter „produzierender Bereich“ setzt sich die Industrie aus vielen unterschiedlichen Branchen zusammen, wie zum Beispiel der Chemischen Industrie oder dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Aber auch Unternehmen des Bergbaus, der Energieversorgung oder der Bauwirtschaft sind miteingeschlossen. Jene Industrieunternehmen, die die größten Multiplikatoreffekte in der Volkswirtschaft auslösen, werden „internationale Leitbetriebe“ genannt. Sie bilden das Herzstück der modernen Industrie. Rund 270 dieser Unternehmen wurden bislang in Österreich identifiziert.

Leitbetriebe glänzen aber nicht nur durch ihre eigene Wirtschaftskraft, sie sind auch besonders stark mit anderen Unternehmen vernetzt. In Summe kooperiert jeder Leitbetrieb mit 800 Klein- und Mittelbetrieben und entfacht so das zwei bis dreifache der eigenen Wirtschaftskraft. Knapp 70 Milliarden Euro an Wertschöpfung und 921.000 Arbeitsplätze in Österreich „hängen“ somit allein an 270 Leitbetrieben und ihren Partnern. Die Wirtschaft von heute wird damit unteilbar – Groß braucht Klein und Klein braucht Groß.

Warum empfehlen mir alle ein Studium im MINT Bereich?

Weil es da eine besonders hohe Personalnachfrage gibt.

In der Industrie beobachten wir einen langfristigen Trend hin zu Forschungs- und Innovationsberufen. Nachdem die heimischen Industrieunternehmen in weltweitem Wettbewerb stehen, haben sie schon vor vielen Jahren begonnen, auf neue innovative Produkte zu setzen. Hinter diesen Innovationen stehen tausende innovative Menschen, die mit Leidenschaft an der Umsetzung ihrer Ideen arbeiten.

Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute Nachricht ist, dass die Nachfrage nach diesen Innovationstalenten so groß ist, dass immer mehr Unternehmen Personalprobleme bekommen. Mehr als 8 von 10 Industriebetrieben finden derzeit zu wenige qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zukunftsbereichen wie Forschung und Entwicklung, Technik, IT und Produktion. Der Fachkräftemangel bei Hochqualifizierten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – ist so groß, dass zuletzt in der Industrie 1900 Jobs nicht besetzt werden konnten.

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